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WEIN DER WOCHE
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STECKBRIEF
Markus Ruch, Neunkirch

Es gibt sie noch! Ehrliche Weine von ehrlichen Winzern. In einer Weinwelt voll mit grotesk önologischen Machwerken und den unzähligen vordergründig-lauten Bodybuilder-Weinen ist dies alleweil eine Schlagzeile wert. Nach dem wir am Dreikönigstag 2010 die Weine des damals 34-jährigen Winzer Markus Ruch degustierten und ausführlich mit ihm über seine Weinwelt sprachen, war diese Schlagzeile schnell geschrieben.
Markus Ruch war ein Quereinsteiger, ursprünglich Kundenberater in einer Bank, absolvierte er später die Winzerausbildung in Wädenswil. Die Stationen auf seinen Lehr- und Wanderjahren imponieren jeden Weinkenner: Robert Kengelbacher und Verena Rothlin in der Toskana, Roland Lenz in Chile, Werner Stucky und Christian Zündel im Tessin, Hans-Ulrich Kesselring im Thurgau, Marie-Thérèse Chappaz im Wallis und Dominique Derain im Burgund waren seine Lehrmeister. Bei Dominique Derain, einem der Pioniere des "vin naturels", verfiel Markus Ruch endgültig dem konsequenten Terroir-Denken, dem organischen bzw. biologisch-dynamischen Weinbau und natürlich dem Pinot Noir.
Seine wachsamen Augen funkeln, wenn er von der dünnhäutigen, für Fäulnis und Viren anfälligen Diva Pinot Noir spricht. Diese Faszination führte Markus Ruch ins schaffhausische Klettgau, wo in der Schweiz Böden und Klima am ähnlichsten mit dem Burgund sind. Seit 2007 bewirtschaftet er, wenn immer möglich nach biodynamischen Prinzipien, rund 3 ha Reben auf kalkhaltigen Lehm- und Kiesböden in den Gemeinden Hallau und Gächlingen. Die von Hand gelesenen Trauben werden später in der Zehntenscheune in Neunkirch traditionell gekeltert und ausgebaut. Wobei er bewusst auf Reinzuchthefen, Enzyme, Aufzuckerung, Aufsäurung, Filtration und Co. verzichtet. Schliesslich sollen seine Weine nicht imponieren mit Farbe, mit Alkohol oder Extrakt, sondern sinnlich an den besonderen Geschmack seines Ursprungs erinnern.
Um diesem Ursprung, diesem Terroir, Geltung zu verschaffen, ordnet sich Markus Ruch ihm unter und drückt seinen Stempel behutsam in eine Ecke und ganz sicher nicht in die Mitte, was nebenbei bemerkt für viele Winzer ungemein schwer scheint. Wir sind uns schon heute sicher, dass der von grosser Leidenschaft angetriebene Winzer dem Geheimnis des authentischen Klettgauer Pinot Noir weit näher kommt als viele vor ihm.
