Markus Ruch geht im nördlichsten Weinbaugebiet der Schweiz schnurstracks seinen Weg. Dabei setzt er stoisch auf biodynamische Prinzipien im Anbau, Öko-Diversität und ein qualitätsgetriebenes Terroir-Denken in seinen Weingärten. In der steilsten Lage Hallaus, der Haalde, wurzeln seine über 40 Jahre alten Pinot Noir-Rebstöcke (Klon 2/45) bei einer Stockdichte von 6'500 Stöcken pro Hektar in einem kargen Kalkmergelboden (pH 8.2). Die Trauben konnten Anfang Oktober 2024 bei 91° Oechsle von Hand gelesen werden. Der Leseertrag lag aufgrund von Frostschäden im April und intensiven Niederschlägen im August bei lediglich 400 g/m2. Zu einem Drittel nicht entrappt, erfolgte die Vergärung mit den safteigenen Wildhefen rund einen Monat lang in Holzstanden. Anschliessend reifte der Wein 15 Monate in 228-Liter-Burgunder-Piècen (mit 15% Neuholz), bevor er mit einer geringen Schwefelzugabe von 25 mg/Liter von Hand unfiltriert abgefüllt wurde. Das Resultat ist ein äusserst eigenständiger Lagenwein aus einem - für einmal - kühl-frischen Jahr. Er zeigt grosse Komplexität sowie eine ausgezeichnete Saft-/Säure-/Alkohol-Balance. Ein beseelter Wein für Pinot-Fanatiker.
Markus Ruch, Pinot Noir Haalde
Produzenten
Markus Ruch, Neunkirch SH
Jahrgang
2024
Traubensorte
Pinot Noir
Klassifikation
AOC Schaffhausen
Alkohol %
12.5
Trinkreife
2028 bis 2036
Flaschengrösse
75 cl
Passt zu
Rindsvoressen mit Härdöpfelstock und Rüebli, Rehrücken mit hausgemachten Spätzli
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