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WEIN DER WOCHE
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STECKBRIEF
Pierre-Luc Leyvraz, Chexbres

Die obige Aufnahme stammt aus dem Jahre 2008. Zu jener Zeit standen wir mit dem sympathischen, damals 48-jährigen, Vigneron Pierre-Luc Leyraz zum ersten Mal auf einer seiner terrassierten Rebparzelle in der Appellation St-Saphorin. Der Blick auf den glitzernden Lac Léman, auf die bankförmigen Bepflanzungen, auf die unzähligen von Hand geschaffenen Steinmauern und auf das nahe, malerisch mittelalterliche Dorfbild von Saint-Saphorin war atemberaubend und beseelte uns zutiefst. Kaum verwunderlich, dass das Weinbaugebiet Lavaux im Jahre 2007 ins UNESCO-Welterbe aufgenommen wurde.
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Respektvoll erzählte uns Pierre-Luc Leyvraz, dass im 10. Jahrhundert die Mönche damit begonnen hatten, das überwucherte Gelände urbar zu machen und Reben pflanzten. Das von den Gletschern zurückgelassene Gestein wurde dazu benützt, die Mauern zu errichten, welche noch heute die Terrassen stützen. Dieses von Hand erschaffene Monumentalwerk hat Pierre-Luc schon immer fasziniert. Mit dem Auto fahren wir an eine Stelle, wo kurz nach der Ernennung zum Welterbe, Ironie des Schicksals, es zu einem Einsturz einer imposanten Mauer kam. Pierre-Luc zeigt uns die Stelle und ergänzt, dass durch den Einsturz der Mauer und durch den Erdrutsch ein kleiner Rebberg von 730 m2 begraben wurde. Der erste Kostenvorschlag zur Wiederherstellung der Mauer und des Rebberges belief sich auf 258'000 CHF. Zwangsläufig musste er feststellen, dass trotz der seither erworbenen leistungsfähigen Mechanisierung, der Mensch des 21. Jahrhunderts, in finanzieller Hinsicht einfach nicht mehr in der Lage wäre, die Terrassen des Lavaux zu erbauen.
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Pierre-Luc Leyvraz pflegt sein 3.5 ha grosses Familiengut mit viel Akribie. Er ist ein überzeugter Anhänger des Chasselas und betitelt die Rebsorte gerne als die spektakulärste aller Spezialitäten. Er achtet auf hohe Qualität der Trauben und legt besonderen Wert auf eine behutsame Verarbeitung im Keller, um die Subtilitäten des Chasselas zur Geltung zu bringen. Um dem Wein mehr Komplexität zu verleihen, sorgt er dafür, dass die alkoholische Gärung sehr langsam verläuft und je nach Jahr bis zu 12 Wochen dauert.
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Sein Chasselas Les Blassinges gehört ohne Frage zur Chasselas-Elite der Schweiz. Der Wein stand achtmal im Final des Chasselas-Cup und war 1998 der glanzvolle Sieger. 2007 gewann er in der Kategorie Chasselas den Granz Prix du Vin Suisse und 2008 wurde er mit der höchsten Waadtländer Auszeichnung, dem Lauriers de Platine von Terravin, geehrt. Selbst der Guide Hachette als auch der Wine Advocate zollen ihm Respekt.
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Selten war ein Besuch, wie seinerzeit im Jahr 2008, so lehrreich und ein Winzer so fest verwurzelt mit seinem Terroir. Erst damals verstanden wir, dass der Chasselas ein Waadtländer Kulturgut der besonderen Art ist.
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Nach über 40 eingekellerten Jahrgängen übergab Pierre-Luc Leyvraz 2024 das Weingut an seinen Nachbarn, die Familie Jomini.
