Der Shop für Schweizer Weine
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WEIN DER WOCHE
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STECKBRIEF
Alexandre Perrochet, Auvernier

Damals, im Mai 2014, trafen wir am Neuenburgersee zum ersten Mal auf Jean-Denis Perrochet. Mitten in der kleinen, pittoresken Altstadt von Auvernier erwartete uns der Winzer auf seinem stattlichen Weingut La Maison Carrée.
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Nach einem herzlichen Empfang führte uns Jean-Denis in seinen historischen Weinkeller. Mit Stolz zeigte er uns seine beiden alten Holzpressen, eine ist von 1804 und die andere ist nur wenig jünger. Die alte Korbpresse mache zwar viel Arbeit, aber dafür fliesse aus den weissen Trauben behutsam ein so klarer Saft, der folglich ohne Intervention vergoren und veredelt werden könne. Eine Tür weiter sahen wir keine modernen Edelstahltanks, sondern mächtige, alte Holzfässer mit bis zu 10'000 Liter Inhalt.
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Seit 1827, in sechster Generation, wird hier Weingeschichte geschrieben und das traditionelle Handwerk mit viel Leidenschaft hochgehalten. Alle Weine werden mit den safteigenen Hefen vergoren und reifen ausschliesslich in Holzfässer.
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Im imposanten Weinkeller wird die Ernte von 10 Hektar Reben in Auvernier und Hauterive verarbeitet, welche allesamt biodynamisch bewirtschaftet werden. Die Domäne ist seit 2013 Demeter-zertifiziert. Jean-Denis studierte Weinbau und Önologie in Beaune und legte zuhause auf dem elterlichen Weingut schon früh sehr viel Wert auf Terroir betonte Weine, welche den Einfluss von Boden, Klima und Pflanze getreu wiedergeben.
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Der Pinot Noir Auvernier stammt aus verschiedenen Parzellen mit tiefgründigen, tonigen Kalkböden auf Moränengrund. In der Lage Le Lerin wiederum wurzeln mehr als 60 Jahre alte Rebstöcke in zum Teil nur 30 cm lehmhaltiger Erde auf einem weissen Kalkfels. Der Pinot Noir Hauterive wächst demgegenüber auf gelben, brüchigen Kalkfelsen. Allesamt sind es eigenständige und spannungsreiche Pinots mit burgundischer Prägung. Es sind keine Muskelweine (fett sein kann jeder); es sind regionale, jahrgangstreue und berührende Weine für die Seele.
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Leider verstarb Jean-Denis Perrochet 63-jährig am 17. November 2024 auf einer Velotour in seiner geliebten Heimat an einem Herzinfarkt. Der bodenständige Winzer mit herrlich unbeugsamen Charakter und süffisantem Schalk wird uns und der Schweizer Weinszene fehlen.
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Zehn Tage vor seinem Tod hatte Jean-Denis offiziell die Schlüssel an seinen Sohn Alexandre übergeben, um sich selber sukzessive aus dem Alltagsgeschäft zurückzuziehen. Alexandre, der schon seit 10 Jahren im Betrieb mitarbeitet, wird nunmehr früher als geplant alleine die traditionsreiche Winzergeschichte, unterstützt von seiner Mutter Christine, weiterschreiben. Wir sind uns sicher, dass der sympathische, dreifache Familienvater mit Ausbildung in Beaune und Lehrjahren im Burgund, sowie bei der Domaine Les Hutins, weiterhin authentische und lebendige Weine von grosser Klasse keltert.
